21.02. Tom Ludwig

Womit ist euer Herz gefüllt?

Liebe Leser, über welches Thema redet ihr am liebsten? Ist es die Familie, die Arbeit, Fußball, Olympia, Politik, Geld (Über Geld redet man zwar nicht, aber viele reden trotzdem darüber, vor allem über das Geld, was sie nicht haben), über die Schwächen der anderen, über Corona? Es gibt Thema, da müssen wir uns zwingen darüber zu reden, weil es eben notwendig ist, aber eigentlich haben wir keine Lust dazu. Und es gibt Themen, über die reden wir ganz automatisch, weil es uns interessiert, weil es uns beschäftigt, weil unser Herz davon erfüllt ist. In Matthäus 12,34 steht:

„Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“

Schon zu Jesu Zeiten war das so, das hat sich nicht geändert. Wir reden am meisten von dem, was uns beschäftigt, was in uns ist, was unser Herz berührt. Daran können wir uns selbst erkennen und daran erkennen wir auch die Interessen der anderen. Wir erkennen, was uns glücklich macht und genau so auch das, was uns Sorgen bereitet oder was uns ärgert. Und wie ist das bei euch gerade? Sind es mehr positive Dinge, über die ihr am meisten redet oder mehr negative Themen? Erfüllen die Freude und die Dankbarkeit euer Herz oder mehr die Angst und die Sorge und der Ärger? Und wenn es mehr das Negative ist, seid ihr damit zufrieden oder würdet ihr lieber positiver denken und reden?

Die beste Möglichkeit, um unser Reden positiv zu beeinflussen, ist, wenn wir unser Herz positiv füllen lassen. Unser Herz ist wie ein Gefäß, wenn dreckiges Wasser drin ist, kommt auch nur dreckiges Wasser heraus. Ist aber klares Wasser drin, dann kommt auch klares Wasser heraus und wir können damit uns selbst und andere erfrischen. Doch wie füllen wir unser Herz mit positiven Dingen? Dazu sollten wir uns darüber im Klaren sein, was uns am meisten prägt und beeinflusst. Ich glaube, es sind im Wesentlichen drei Dinge:

1. Andere Menschen

Am Anfang sind es die Eltern, die Familie, später die Freunde, die Kollegen, die Nachbarn usw. Ein Sprichwort sagt: „Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.“ Und deshalb, soweit es möglich ist (und das ist mehr, als wir denken), umgeben wir uns mit Menschen, die uns guttun, die uns positiv beeinflussen, die Gutes reden. Das wird uns prägen.

2. Medien

Zeitung, Radio, Internet, Fernsehen, Werbung, YouTube, Facebook, Instagram usw. haben eine ungeheure Macht über uns und leider nicht nur positiv. Aber wir sind dem allen nicht hilflos ausgesetzt. Wir können es steuern. Deshalb achten wir genau darauf, was wir an uns heranlassen und womit wir unser Herz füllen. Wir brauchen einen reflektierten und ganz bewussten Umgang mit Medien. Das ist möglich, denn die Medien haben nicht die Macht über uns, wenn wir es nicht zulassen.

3. Gott

Er will uns positiv beeinflussen, aber dazu müssen wir ihn in unser Leben hineinlassen. Deshalb möchte ich euch ermutigen, lest die Bibel, nehmt euch Zeit für Gott im Gebet, haltet euch zu einer Gemeinde. Gebt Gott Raum, damit er euer Herz erfüllen kann, dann werdet ihr nach und nach merken, wie sich euer Reden und Handeln verändern. Denn Gott ist die Liebe und wer ihn in sich wirken lässt, der wird allmählich liebevoller in seinem Reden und in seinem Handeln. Das wünsche ich uns allen.

Hosanna (Text + Melodie: Brooke Fraser)