17.11. Andreas Göppel

Andacht
Wir schauen der Wahrheit ins Auge

Wir schauen der Wahrheit ins Auge,
stellen uns in dein Licht.
Wir halten dort aus durch Gnade,
denn du verdammst uns nicht.
Du kennst unsre toten Winkel,
siehst unsren blinden Fleck,
berührst unsre wunden Punkte,
nimmst unsre Ängste weg.
Chorus
Jesus, dein Licht scheint voll Gnade und Wahrheit.
Jesus, dein Licht scheint in unsre Dunkelheit.
Jesus, durchdring uns mit Gnade und Wahrheit.
Jesus, komm bring uns ins Licht. (Albert Frey)

Einladung zum persönlichen Gebet
Herr, mein Gott, du kennst uns ganz genau, du siehst bis in die Tiefe meines Herzens.
Du kennst meine Stärken und meine Schwächen und du kennst alle meine Fehler.
Du weißt, wo ich mein Leben ohne dich gelebt habe,- so als ob du gar nicht da wärst.
Das tut mir leid, Herr,- ich möchte mich heute Morgen ganz neu auf dich einlassen.
Du weiß auch, wo durch Schuld und Sünde meine Beziehung zu dir und meine Beziehung zu Menschen gestört und verbogen ist. Du gibst mir aber jetzt den Mut, mein ganzes Leben, auch mit seinen dunklen Seiten, in deinem Licht zu erkennen. Du hilfst mir, meine Schuld und Sünde einzugestehen und vor dir zu bekennen, damit ich frei werden und mich dir wieder mit ganzem Herzen zuwenden kann.
(Hier kann jeder für sich einfügen, was ihm gerade an Schuld und Versagen bewusst ist.
Aber auch das, was im Verborgenen ist, was ich nicht mehr weiß, Gott weiß es und ich darf es ihm bringen.)
Lass mich erkennen, Herr, dass es deine Güte ist, die mich zur Umkehr, zur Buße leiten will. Ich gebe dir mein Leben und will den Rest meines Lebens mit dir gehen und bei dir bleiben. Hilf mir dabei, durch Jesus Christus. Amen

Zeugnis von Magdalena Plötz – im Jahr 2000 mit 66 Jahren verstorben

Magdalena Plötz – sie war eine ganz schlichte und einfache Frau in Beendorf, einer unserer früheren Gemeinden, wo sie zu unserem Bibelgesprächskreis gehörte.
Sie hat nie viel Aufhebens von sich gemacht hat. Auf einem Frauenfrühstückstreffen hat sie mutig – mit klopfendem Herzen weitergegeben – was sie mit Gott erlebt hat.
Die Worte dieser schlichten und einfachen Frau haben damals viele berührt. Sie hatte noch nie zuvor in der Öffentlichkeit geredet. Ihr Zeugnisbericht redet darüber, was geschieht, wenn ein Mensch sein Leben Gott anvertraut und mit ihm lebt.
„Ich wollte ein bißchen erzählen, was ich mit Gott erlebt habe. Unsere Mutter hat uns auch zum Glauben erzogen und uns oft am Abend aus der Bibel vorgelesen. Ich glaubte irgendwie auch an Gott. Aber so richtige Verbindung hatte ich nicht zu ihm. Dann verunglückte 1985 mein Junge. Für mich war alles andere Nebensache, weil der Schmerz zu groß war. Zwei Jahre danach zog ich nach Beendorf und die Gemeinde dort hat mich aufgefangen. Es ist schön, wenn man auch über den Schmerz reden kann und verstanden wird. Die Gemeinschaft, die wir dort mit Gott und den Menschen haben, ist für uns alle sehr schön. Dann im Herbst war hier in Beendorf unser erstes Frauenfrühstück. … Gott hat alles so schön gemacht. Es waren Gäste aus Amerika zu uns gekommen. Sie erzählten uns von ihren Schicksalen und ihre Erlebnisse mit Jesus. Ich glaube, das hat uns doch alle sehr berührt. Es war so eine große Verbindung da. Zum Schluss wollten sie mit uns beten. Ich blieb einfach sitzen und sie beteten mit mir. Ich verstand kein Wort. Aber die Gemeinschaft zwischen uns war wunderbar. Wir gingen dann gestärkt im Glauben nach Hause. Und das Herz war so voll Liebe. Zu Hause war ich dann ganz alleine und alles ging nochmal an mir vorbei. Da spürte ich, es war so hell im Raum und ein Frieden in mir, es war so eine Ruhe. Ich weiß es nicht, was mit mir geschah,- es sollte für immer so bleiben. Da habe ich das erste Mal so richtig die Gegenwart von Gott und dem Heiligen Geist gespürt. Jetzt gehört die Bibel zu meinem Leben und es die schönste Zeit am Tag, mit Jesus Gemeinschaft zu haben. Jetzt habe ich Jesus gefunden und kann alles abgeben, was mich bedrückt.“ Soweit das Zeugnis. Das war 1999,- ein Jahr später ist sie nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus verstorben. In der letzten Nacht telefonierte sie noch mit ihrer Schwiegertochter und sagte: Wenn ich heute Nacht sterben müßte, ich bin bereit! Ja, Magdalena Plötz wusste, wohin sie geht und wer sie dort im Himmel in Empfang nimmt.